Crowdfunding stART12
Unterstützt das Crowdfunding für die stART12 in Duisburg-Ruhrort!
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Im wahren Leben dafür umso mehr.
Sobald sich die See glättet schreibe ich auch wieder.
Derweil: schönen Sonntag!
Eine inspirierende stART11 liegt hinter mir.
Vom 17. - 18. November trafen sich Kunst- und Kulturschaffende, Kreative und Interessierte im Duisburger Hafenstadtteil Ruhrort. Das Thema der diesjährigen Konferenz:
Die Kunst des digitalen Erzählens - Transmedia Sorytelling
Zwei Tage vollgepackt mit spannenden Vorträgen, die ich leider nicht alle verfolgen konnte, waren sie doch parallel auf verschiedene Veranstaltungsorte verteilt.
Marcus Brown gab einen Einblick in die Kunst der Identitätstäuschung, unter anderem mit spannenden transmedialer Erzählkunst als Jack The Twitter, der seine "Opfer" per Foursquare und GoogleMaps verfolgt. Brillianter britischer Humor gepaart mit Klarsicht und kritischen Blick auf cross-/transmediales Verhalten.
Sebastian Hartmann, besser bekannt als MuseumsHeld, referierte über die Möglichkeiten der Museen, sich im Web zu präsentieren. Leider konnte ich den Vortrag nicht verfolgen, da ich zur gleichen Zeit im "Dom" der Calvinistenkirche über "Die Kunst des analogen Erzählens in einer digitalen Welt" sprach und einige kleine Einblicke in die Welt des NLP aus Sicht des Storytellings gab.
Ich habe Vorträgen gelauscht, bin von der Location in Ruhrort noch immer ganz hin und weg, kann nicht annähernd alle Menschen auflisten, die bei mir zu mehr Weit- und Durchblick beigetragen haben, ich denke mit Begeisterung an die Weidenlounge der Rheinschafe zurück, empfehle allen Duisburgern einen Besuch im Kaldi , sage RuhrYork rockt weiter, "Hold the Line" Becker-Schmitz, keep on fotoknipsing Polynice, ich danke dem Zufall, Kiesel und dem Café Glück für meine erste Begegnung mit Frank Tentler und freue mich auf die nächste stART Conference!
1911 vom Duisburger Wilhelm Lehmbruck erschaffen feiert "Die Kniende" in diesem Jahr ihren 100sten Geburtstag.
Zeit, ihr mit einem Flashmob zu huldigen!
"Sag mal, hast du eigentlich 'nen Freund?"
"Nein, wieso?"
"Also wenn du einen willst, nimm doch mich!"
...
>>Äh?<<
Nach dem Motto:Tanz ist Kunst in Bewegung, Ausdruck von Gefühl, Therapie, Sport, Ritual.
Manchmal auch alles zusammen.
Doch da haben wir in Duisburg zunehmend weniger Möglichkeiten.
Gefühle ausdrücken oder sich kunstvoll bis sportlich bewegen ist hier nur unter starken Reglements erlaubt. Im Djäzz bis 01:00 Uhr, an anderen Orten in Zimmerlautstärke, unter sonstigen Auflagen oder einfach in einem Rahmen, der den eigenen Vorstellungen nicht entspricht.
Wen wundert es da, dass sich auch das Ruhrgespenst nebst Affe und Ruhrkäppchen hinaus in die Nacht schleichen und explizit fordern: TANZT!
http://creative.arte.tv/de/space/RUHRGESPENST/message/5967/TANZT/So fügt sich eins zum anderen!
Gerade noch über den guten alten Udo gesprochen und in Erwartung der LPs die Zeit mit der Herstellung von Eierlikör vertrieben.
Das kann doch kein Zufall sein!
Milch und Sahne erhitzen, ein Paket Puderzucker unterrühren als würde Schnee auf die Tannenwipfel fallen. Achso, gute Musik ist obligatorisch.
Vanillestange auskratzen, in den Sud geben, Zimtstange und je nach Geldbeutel mehr oder weniger Safran dazu. Köcheln lassen.
Derweil kannste schon mal die Eier trennen. Eigelb auffangen, das brauchen wir gleich. Das Eiweiß wegwerfen oder leckere Sours und Fizzes nebenher produzieren.
Eigelb mit Cognac oder einer anderen Spirituose deiner Wahl verquirlen, die zweite Packung Puderzucker hinzugeben und einmal kräftig im Blender durchschäumen.
Eure LiquidJunkieline
Eine lauschige Nacht, irgendwo im Herzen Ruhr Yorks.
Der vergangene Tag hat die Motivation beflügelt, dem Gesicht einen zarten Sommersprossensonnenbrand aufgepinselt und der Geist ist längst in der Ruhezone angekommen. Also Fenster aufreißen, mit ein paar Kissen auf die einladend breite Fensterbank pflanzen und die Stille der Nacht mit Panoramaausblick genießen.
Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem in einer Arbeitswoche auch der beschaulichste Abend zu Ende ist und die Nachtruhe eingeläutet wird.
Also packt Schlemihl seine Tasche, die zuvor auf den weichen Kissen der Fensterbank ruhte und da passiert es.
(betretene Funkstille)
...
"Na dann isset eh hin!"
Einen Schluck auf den Schreck und Rettungspläne werden geschmiedet.
Eine Leiter zum Erklimmen des Daches: nicht in ausreichender Länge vorhanden.
Abseilen mit der Kletterausrüstung: klar, dann geht irgendwo die Alarmanlage an, und Schlemihl sieht sich schon im Schein der Polizei an einer Hauswand hängen. Und dann erklär denen mal, dass das kein Einbruchversuch ist sondern eine Notrettung!
Feuerwehr: ich fürchte, die ist nicht zuständig, wir reden hier über ein Telefon (das bei einem Aufprall aus 5 Metern zudem eh nur nuoch Schrott sein dürfte) und nicht über eine Notwendigkeit für Drehleiter und Sprungtucheinsatz.
Also entscheidet sich Schlemihl, der auch ein bisschen paranoide Züge trägt, am geöffneten Fenster zu schlafen und Wache zu halten, falls irgendein Passant auf die Idee kommen sollte auf Vordächern der Stadt nach defekten Telefonen zu suchen und die Bergung zwecks Versicherungsabwicklung auf den nächsten Morgen zu verschieben.
Gedanklich begleitet mich heute ein Zitat aus meiner aktuellen Pflichtlektüre in den Feierabend:
"In einer Gesellschaft, in der Formalisierung, Quantifizierung und Abstraktion Denken und Handeln dominieren, ist die Bildung sinnlicher Begriffe sowie begriffene Sinnlichkeit Emanzipation.
In einer Gesellschaft, die auf Anästhesierung angelegt ist, in der das Schweigen der Organe gesund und die Abwesenheit von Gefühlen als normal gilt, ist die leibliche Wahrnehmung, die Fähigkeit, sich zu spüren und die Sprache der Organe zu verstehen und zu sprechen, praktische Kritik, …ist die Entdeckung von Kontakt, … von inniger Nähe, von Herzenswärme und Liebe ein radikales Gegenprogramm" (Schuch1988, Seite 131)
... und sein Affe haben wieder zugeschlagen!